Von der ersten kieferorthopädischen Untersuchung im Kindesalter bis zur unsichtbaren Korrektur im Erwachsenenalter — individuell abgestimmt auf Ihre Situation. Wählen Sie eine Behandlungsart für ausführliche Informationen.

Bevor wir behandeln, hören wir zu. Vier Schritte führen von der ersten Begegnung zu einem Plan, den Sie wirklich verstehen.
1Im ersten Gespräch hören wir zu: Was stört Sie, was wünschen Sie sich? Wir werfen einen ersten Blick auf Zahnstellung und Biss und erklären, welche Wege grundsätzlich infrage kommen — ganz ohne Kosten und ohne Verpflichtung.
Ein digitaler Intraoralscan ersetzt die unangenehme Abdruckmasse. Ergänzt um Fotostatus, strahlungsarmes digitales Röntgen und eine Funktionsanalyse von Kiefergelenk und Muskulatur entsteht ein vollständiges Bild von Ursache und Wirkung.
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3Wir erklären den Befund verständlich, zeigen die möglichen Behandlungswege mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen und nennen Ihnen Dauer sowie einen klaren Kostenrahmen. Entschieden wird gemeinsam mit Ihnen.
Wir prüfen den Fortschritt in festen Abständen, nehmen laufend Feinabstimmungen vor und besprechen mit Ihnen, wo die Behandlung steht und was als Nächstes ansteht — bis das Ergebnis erreicht und gesichert ist.
4Bis zum 18. Lebensjahr übernehmen gesetzliche Krankenkassen eine kieferorthopädische Behandlung anteilig, wenn bestimmte medizinische Voraussetzungen erfüllt sind. Danach werden die Kosten von den gesetzlichen Kassen nur noch in Ausnahmefällen — etwa bei zusätzlicher kieferchirurgischer Notwendigkeit — und meist auch dann nur teilweise übernommen. Wir sprechen das Thema Kostenrahmen daher immer offen an.

Früh erkennen — Probleme vermeiden. Im Kindesalter ist der Organismus formbar. Etwa ab dem vierten Lebensjahr lassen sich beginnende Fehlentwicklungen von Kiefer und Gebiss besonders sanft beeinflussen, weil das Wachstum die Korrektur mitträgt statt ihr entgegenzuwirken.
Typische Anlässe sind ein ausgeprägter Kreuzbiss, ein stark vorstehender Oberkiefer mit erhöhtem Unfallrisiko für die Frontzähne, ein offener Biss durch Habits wie Daumenlutschen oder Schnullergebrauch, sowie Platzmangel, der die bleibenden Zähne blockiert. Auch Mundatmung und Zungenfehlfunktionen gehören dazu.
Nicht jede Auffälligkeit muss sofort behandelt werden — manche gleicht das Wachstum von selbst aus. Die Beurteilung, ob früh eingegriffen oder beobachtet werden sollte, braucht Erfahrung. Eltern sollen diese Frage nicht allein beantworten müssen: Eine unverbindliche Untersuchung schafft Klarheit, auch wenn das Ergebnis „noch nichts tun" lautet.
Frühbehandlungen sind in der Regel kurz und zielgerichtet. Sie ersetzen eine spätere Hauptbehandlung nicht immer — sie machen sie aber oft deutlich einfacher.

Die Weichen fürs Leben richtig stellen. Die Stellung einzelner Zähne lässt sich ein Leben lang verändern. Der Kiefer selbst hingegen reagiert nur, solange er wächst. Genau dieses Zeitfenster nutzen wir.
Die klassische Hauptbehandlung beginnt meist im späten Wechselgebiss, wenn die bleibenden Zähne weitgehend durchgebrochen sind. Grundsätzlich gilt: je früher die Weichen gestellt werden, desto sanfter und ganzheitlicher kann behandelt werden — und desto umfassender ist der Therapieerfolg.
Der Behandlungserfolg hängt neben der Technik von zwei Dingen ab: der Mitarbeit des Kindes und der engen Abstimmung mit Ihnen als Eltern. Wir erklären jedem Kind altersgerecht, was gerade passiert und warum — wer versteht, wofür er die Spange trägt, trägt sie zuverlässiger. Die Erfahrung zeigt, dass jüngeren Kindern das Tragen leichter fällt.
Feste Apparaturen erschweren die Reinigung. Wir zeigen praktisch, wie mit Zahnbürste, Interdentalbürste und Zahnseide auch um Brackets herum sauber geputzt wird, und kontrollieren das bei jedem Termin mit.

Ihre Visitenkarte ist Ihr Lächeln. Kieferorthopädie ist längst keine Frage des Alters mehr. Auch im Erwachsenenalter lassen sich Zahnfehlstellungen zuverlässig korrigieren — und das, ohne dass eine auffällige Apparatur den Alltag prägt.
Mit digital geplanten Alignerschienen oder zahnfarbenen Keramikbrackets verläuft die Behandlung im Berufsalltag weitgehend unauffällig. Welche Methode infrage kommt, hängt vom Befund ab — nicht jede Fehlstellung lässt sich mit jeder Technik gleich gut lösen.
Häufig sind es nicht optische Gründe, die Erwachsene zu uns führen, sondern Beschwerden: Kopf- und Nackenschmerzen, Migräne, Tinnitus, Knacken oder Schmerzen im Kiefergelenk, Zähneknirschen. Mit einem funktionsorientierten Behandlungsansatz lassen sich solche Beschwerden häufig lindern oder vermeiden.
Voraussetzung ist ein gesundes Zahnbett. Bei Parodontitis oder umfangreichen Restaurationen stimmen wir uns vorab mit Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt ab. Nach Abschluss der Behandlung sichert eine Retention das Ergebnis dauerhaft — bei Erwachsenen ist sie besonders wichtig.

Die Behandlung, die wirkt und dabei kaum auffällt. Eine Serie individuell gefertigter, transparenter Schienen bewegt die Zähne Schritt für Schritt in ihre geplante Position — schonend, herausnehmbar und im Alltag nahezu unsichtbar.
Nach dem digitalen Scan Ihres Gebisses entsteht am Bildschirm ein dreidimensionaler Behandlungsplan: Sie sehen den Verlauf und das voraussichtliche Ergebnis, bevor die erste Schiene gefertigt wird. Anschließend erhalten Sie eine Serie von Alignern, die Sie im Rhythmus von ein bis zwei Wochen selbst wechseln.
Die Schienen sollten etwa 20 bis 22 Stunden täglich getragen und nur zum Essen und Zähneputzen herausgenommen werden. Das ist der entscheidende Punkt: Die Methode ist so gut wie die Tragedisziplin. Dafür entfallen Ernährungseinschränkungen, und die Mundhygiene bleibt unkompliziert.
Aligner eignen sich für viele Fehlstellungen bei Erwachsenen und Jugendlichen mit abgeschlossenem oder weit fortgeschrittenem Zahnwechsel. Bei ausgeprägten Kieferfehlstellungen oder komplexen Zahnbewegungen ist eine feste Apparatur — allein oder in Kombination — häufig die zuverlässigere Wahl. Wir sagen Ihnen ehrlich, was mit Schienen erreichbar ist und was nicht.

Die feste Apparatur ist nach wie vor die präziseste Methode der Kieferorthopädie. Über Brackets und Bögen lassen sich Zähne dreidimensional kontrolliert bewegen — kippen, drehen, ein- und ausstellen — in einer Genauigkeit, die herausnehmbare Geräte nicht erreichen.
Brackets werden auf die Außenflächen der Zähne geklebt, ein Bogen verbindet sie und überträgt die Kraft. Zu Beginn arbeiten wir mit sehr weichen, hochelastischen Bögen, die kontinuierlich und schonend wirken; im Verlauf werden sie stärker und formstabiler. Kontrolltermine finden in der Regel alle sechs bis acht Wochen statt.
Zahnfarbene Keramikbrackets passen sich der natürlichen Zahnfarbe weitgehend an und bleiben im Alltag deutlich unauffälliger als Metall — bei gleicher Wirksamkeit.
In den ersten Tagen nach dem Einsetzen und nach jeder Aktivierung können die Zähne druckempfindlich sein; das ist eine normale, vorübergehende Gewebereaktion. Sehr harte und klebrige Speisen sollten gemieden werden. Nach Abschluss sichert ein Retainer das Ergebnis.

Herausnehmbare Geräte arbeiten anders als feste Apparaturen: Sie bewegen nicht in erster Linie einzelne Zähne, sondern nehmen Einfluss auf Wachstum, Bisslage und Muskelfunktion. Deshalb sind sie vor allem im Kindes- und frühen Jugendalter wirkungsvoll.
Über Dehnschrauben und Federn wird der Zahnbogen verbreitert oder Platz geschaffen. Sie kommen häufig im Wechselgebiss zum Einsatz, wenn die bleibenden Zähne Raum brauchen.
Bionator, Aktivator und ähnliche Apparaturen nutzen die Kraft der eigenen Muskulatur, um Ober- und Unterkiefer in ein besseres Verhältnis zueinander zu bringen. Sie werden überwiegend nachts und einige Stunden am Tag getragen.
Wirksam ist nur, was auch im Mund ist — die vereinbarte Tragezeit entscheidet über den Erfolg. Gereinigt wird die Apparatur täglich mit Bürste und lauwarmem Wasser; außerhalb des Mundes gehört sie immer in die Box, nie in die Serviette. Das ist erfahrungsgemäß die häufigste Verlustursache.

Kiefergelenkbeschwerden — fachlich als craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) bezeichnet — haben selten nur eine einzige Ursache. Zahnstellung, Muskelspannung, Haltung und Stress wirken zusammen. Entsprechend beginnt die Behandlung mit einer sorgfältigen Analyse, nicht mit einer schnellen Maßnahme.
Knacken oder Reiben im Gelenk, eingeschränkte Mundöffnung, morgendliche Verspannung der Kaumuskulatur, Kopf-, Nacken- und Ohrenschmerzen, Tinnitus sowie Zähneknirschen oder -pressen.
Wir erheben eine klinische Funktionsanalyse von Gelenk und Muskulatur, prüfen die Bisssituation und dokumentieren die Befunde. Bei Bedarf ergänzen wir eine instrumentelle Analyse. Der Aufwand ist bewusst hoch — eine Schiene ohne Diagnose ist Raten.
Der kieferorthopädische Einstieg ist meist eine individuell gefertigte Schiene, die das Gelenk entlastet und die Muskulatur zur Ruhe bringen lässt. Ergänzend arbeiten wir häufig mit Physiotherapie und Osteopathie zusammen; wo die Ursache in der Bisslage liegt, kann anschließend eine kieferorthopädische Korrektur sinnvoll sein.

Bei Sportarten mit Kontakt- oder Sturzrisiko — Handball, Fußball, Basketball, Hockey, Kampfsport, Reiten, Skateboard — sind die Frontzähne besonders gefährdet. Ein individuell gefertigter Mundschutz verteilt einwirkende Kräfte und schützt Zähne, Kiefer und Weichgewebe deutlich zuverlässiger als konfektionierte Ware aus dem Sportgeschäft.
Konfektionierte Schienen sitzen locker, behindern Atmung und Sprache und werden deshalb oft nicht getragen. Unser Mundschutz wird nach digitalem Scan oder Abdruck exakt angepasst: Er hält von selbst, lässt Sprechen und Atmen zu und wird tatsächlich benutzt.
Auch — und gerade — mit fester Zahnspange ist Schutz wichtig, da Brackets bei einem Schlag Weichgewebsverletzungen verursachen können. Wir fertigen dafür eine Variante mit entsprechendem Freiraum, die die laufende Behandlung nicht stört.

Wenn Zähne fehlen oder ersetzt werden müssen, entscheidet die Position der verbliebenen Zähne über die Qualität der späteren Versorgung. Kieferorthopädie schafft hier die Voraussetzung für ein Ergebnis, das funktioniert und hält.
Nach einem Zahnverlust wandern Nachbarzähne in die Lücke und Gegenzähne wachsen in den frei gewordenen Raum hinein. Die Lücke verliert ihre Form, und Implantat oder Brücke lassen sich nicht mehr in der biomechanisch richtigen Achse setzen. Wir stellen die Zähne vorher wieder auf und richten die Lücke so ein, dass der Ersatz optimal eingegliedert werden kann.
Die Planung erfolgt von Anfang an gemeinsam mit Ihrer Zahnärztin, Ihrem Zahnarzt oder dem behandelnden Implantologen — inklusive gemeinsamer Zielsetzung, damit kieferorthopädische Vorbereitung und prothetische Versorgung ineinandergreifen.
Nach parodontaler Vorbehandlung lassen sich gewanderte oder gekippte Zähne wieder ordnen. Voraussetzung ist ein stabil entzündungsfreies Zahnbett; die Kräfte werden entsprechend reduziert eingesetzt.

Eine kombinierte kieferorthopädisch-chirurgische Behandlung ist dann erforderlich, wenn Ober- und Unterkiefer in ihrer Größe oder Lage so stark voneinander abweichen, dass sich der Biss durch Zahnbewegung allein nicht harmonisieren lässt. Weil dafür das Kieferwachstum abgeschlossen sein muss, kommt sie erst im Erwachsenenalter infrage.
Zunächst richten wir kieferorthopädisch die Zahnbögen so aus, dass sie nach der Verlagerung exakt zueinander passen. Anschließend erfolgt der operative Eingriff durch den Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen; die Kiefer werden in die geplante Position gebracht und stabil fixiert. Danach folgt die kieferorthopädische Feinabstimmung des Bisses und schließlich die Sicherung des Ergebnisses.
Die gesamte Behandlung wird von Anfang an gemeinsam mit der MKG-Chirurgie geplant — digital simuliert und mit Ihnen im Detail besprochen, damit Sie wissen, worauf Sie sich einlassen und welches Ergebnis realistisch ist.
Neben dem harmonischeren Gesichtsprofil steht der funktionelle Gewinn: gleichmäßige Belastung der Zähne, entlastete Kiefergelenke, besseres Abbeißen und Kauen und — bei entsprechendem Befund — eine spürbar verbesserte Nasenatmung.
Mit dem Entfernen der Zahnspange ist das Ziel erreicht – aber noch nicht gesichert. Zähne „erinnern“ sich an ihre alte Position, und Knochen, Zahnfleisch und das Zusammenspiel von Zunge und Lippen brauchen Zeit, um sich auf die neue Stellung einzustellen. Besonders in den ersten ein bis zwei Jahren ist die Gefahr groß, dass sich Zähne wieder verschieben.
Ein hauchdünner Draht wird unsichtbar auf der Innenseite der Frontzähne befestigt. Er hält die Zähne rund um die Uhr in Position, ohne dass Sie daran denken müssen.
Durchsichtige Schienen oder Retentionsplatten werden – je nach Phase – nachts oder stundenweise getragen. Sie sichern das Ergebnis und lassen sich leicht reinigen.
In der Stabilisierungsphase sehen wir Sie in größeren Abständen zur Kontrolle. Danach empfehlen wir eine jährliche Kontrolle, damit wir Veränderungen früh erkennen. Ein gelöster Retainer ist kein Notfall, sollte aber zeitnah wieder befestigt werden – rufen Sie uns einfach an.